Nachrichten

Friedhof als Gemüseladen? Warum Berliner Ruhestätten mögen.

Ein himmlisch-irdischer Acker zwischen zwei Orten Berlins (Greifswalderstr. bzw. Prenzlauer Allee) inmitten der permanenten Rushhour von Autos, Straßenbahnen, dem steten Fluss von Tourist und Einwohner auf dem Asphalt. Dieses Stück Erde ist weder ein Park noch ein Cluster aus Boutiquen, Shops, Fresstempel oder Touristenmeile. Hier ist die Rede von einem Friedhof am Puls unserer Bundeshauptstadt: Nämlich der Kirchhof in der evangelischen St. Georgen-Parodialgemeinde am Prenzlauer Berg.

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Badewonnen – Wie wir dem Gestank ein Ende bereiteten!

Samstag = Badetag. Frisch gewaschen saß das Kind auf dem Sofa vor dem Fernseher, und läutete mit einer Samstagabendshow das Wochenende einWas heute mit dem täglichen Duschen unvereinbar ist. Doch kehren wir 900 Jahre zurück. Damals galten wir damit als fortschrittlich! Denn mit dem Niedergang des römischen Reichs ging auch unsere Körperpflege den Bach runter. Und kehrte erst dann langsam mit den zurückgekehrten Kreuzfahrer zurück. Die verausgabten sich nicht nur im Kampf gegen die orientalische Ungläubige, sondern lernte im Gegenzug deren Verständnis für Reinlichkeit durchaus zu schätzen.

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Das „Taj Mahal“ Düsseldorfs – Eine Kapelle aus Liebe im Lantz`scher Park

Transit Non Sine Votis Mox Noster (Geh nicht vorüber ohne fromme Gebete, Du, bald der Unsrige). Mit diesen weisen Worten über dem Eingang empfängt die Kapelle im Lantz`scher Park ihre Besucher. Wohlwissend um die vergängliche Zeit, die ein jeder in sich trägt und in die er für einen Augenblick verweilen soll: mit sich, mit Gott und – nicht zu vergessen-  mit der Liebe.

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Kopflos in Düsseldorf!

Wieso der Medusa-Meuchelmord Hillary Clintons Ruf zu Fall bringt?

Im Lantz`scher Park in Düsseldorf-Lohausen befindet sich eine Skulpturenlandschaft, in der auch die Kopie einer antiken Statue mich immer wieder fasziniert. Die Rede ist von dem Kopf der Medusa, den Perseus triumphierend in die Höhe hält, während seine Füße fest auf dem Rumpf der Gorgo steht. Das Original dieser Statue wurde von Benevenuto Cellini Mitte des 16. Jahrhunderts im Auftrag des Herzogs Cosimo de Medici in Bronze gegossen.  

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Franz Boehm

„Nur nicht schweigen wie ein Hund“ –Wie der Monheimer Pfarrer  Franz Boehm Widerstand  gegen das NS-Regime leistete.

Sophie Scholls Geburtstag jährt sich in diesem Jahr am 9. Mai zum 100sten Mal. Unermüdlich wird in Artikeln auf ihren widerständigen Geist und ihre Zivilcourage hingewiesen. Sie, die sich wie ihr Bruder Hans sowie den anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ nicht dem NS – Regime beugten, sondern für ihre Überzeugungen einstanden, sind heute populärer denn je.

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Warum im Monheimer Kirchenarchiv St. Gereon die Kirchenbücher lagern – und was es sonst noch zu bieten hat.

Für uns Niederrheiner stellt sich mitunter die Frage, wo wir die Geburts-, Heirats- und Sterbeeinträge aus Monheim vor 1810 bekommen können. (In den linksrheinischen Gebieten wurde dank der französischen Besatzung die Personenstandsunterlagen, zu denen auch Monheim gehörte, ab 1810 geführt. In den rechtsrheinischen Gebieten erst ab 1876.)

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Bier und Klaren am Sonntagvormittag: Warum der Frühschoppen in der Kneipe heute Kultcharakter hat.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, heißt es ein Sprichwort. Und impliziert, dass der notorische Frühaufsteher morgens am ehesten fette Beute macht, während der Langschläfer (und Faule) sich mit den Krumen begnügen muss.

Aber hier geht es nicht um preußische Disziplin, mit dem ersten Hahnenschrei aus den Federn zu hüpfen. Sondern darum, was Mann unter einer gepflegten Freizeitgestaltung am Sonntagvormittag verstand. Wovon wir hier sprechen? Ist doch klar – der Frühschoppen.

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Arroganz ist das Gift bei der Ahnenforschung

Bei der Ahnenforschung begegnet mir immer wieder eine Untugend, die mich zunehmend umtreibt: Arroganz.
Nicht laut, nicht spektakulär – sondern leise, bequem und oft unbemerkt.

Ich ertappte mich selbst dabei, als ich meine dreifache Urgroßmutter vorschnell zum Mauerblümchen erklärte, weil sie erst mit 31 Jahren heiratete. Erst später stellte sich heraus, dass sie bereits verheiratet gewesen war. Ihr Mann war gestorben, sie blieb mit zwei kleinen Söhnen zurück. Ihr späterer Ehemann – mein dreifacher Urgroßvater – war 15 Jahre älter, dreifacher Witwer und Vater mehrerer Kinder aus früheren Ehen.

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Was Mick Jagger mit Porträts von Urgroßeltern zu tun hat.

Die Sache mit den Ahnen wird dann erst interessant, wenn zu den langweiligen Dokumenten das „Fleisch“ hinzugefügt wird. Beef in Form von Fotos, Haushaltsbücher, Poesiealbum, Briefe, ein Küchenrezept von der Uroma für den Christstollen oder gar Wehrpässe.

Alte Fotos haben eine Aura

Da der Mensch ein Augentier ist, sind alte Fotos mit das Schönste, was einem Forscher passieren kann.  Der bloße Name wird auf einmal eine Person aus Fleisch und Blut: So also sah die Urgroßmutter im Sonntagsstaat aus, der Großvater in Wehrmachtsuniform, die Tante im schwarzen Konfirmationskleid etc. Und obwohl die Fotos oft im Atelier geschossen wurden und wie gestellt wirken, besitzen sie eine eigentümliche Eindringlichkeit. Wir schauen sie uns gerne an und können gar nicht sagen, was genau uns daran so fesselt. Was genau macht die Faszination aus?

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