Nachrichten

Düsseldorf Januar 1943: Wie ein Baby aus dem zerbombten Marienhospital gerettet wurde!

Wenn Liesel mit ihrer Mutter in den Luftschutzkeller ging, wusste sie, was zu tun war. Sich um ihre jüngeren Zwillingsschwestern kümmern, die zu beiden Seiten an der Hand der Mutter hingen. Für Liesel war es nicht nur selbstverständlich, sondern sie liebte kleine Kinder über alles. Und die Mutter konnte jede Hand gut gebrauchen. Denn es war doch Krieg, der Vater an der Front und sie selbst Anfang 1943 hochschwanger.

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Wegen Shitstorm auf den Scheiterhaufen.

Durch den Gerresheimer Dorfklatsch als „Hexe“ verbrannt

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich`s gänzlich ungeniert, heißt es so schön. Mit anderen Worten: Es kann einem völlig egal sein, was die Anderen denken. Aber in einem kleinen Dorf bei Düsseldorf war es im 18. Jahrhundert genau umgekehrt: Der schlechte Ruf eilte einer Dorfbewohnerin dem bösen Dorfklatsch voraus. Und ließ sie tödlich auf einem Reisighaufen enden, mit einem Pulverfässchen um den Hals.

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Die Litfaßsäule im Düsseldorfer Stadtarchiv birgt immer Überraschungen. 

Wer es kennt, weiß, wo es liegt: Das Stadtarchiv Düsseldorf liegt strategisch günstig neben dem Hauptbahnhof. Eingekeilt zwischen dem Schauspielhaus (oben drüber) und dem Ordnungsamt (Hallo Nachbar), versieht es auch in Corona Zeiten treu und redlich seinen Dienst als Hirn der immerwährenden Retrospektive.

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Vom Blutstein zum Galgen.

Der Schandgang zum Tod durch Düsseldorf -Pempelfort

Bevor der Delinquent seine letzten Minuten am Galgen ausröchelte, hatte er noch einen letzten Dienst zu verrichten. Dreimal – so der überlieferte Brauch – musste der Verurteilte den sogenannten Gerichts- oder Blutstein umrunden. Oder, wie man vermutet, um ihn herumgestoßen werden.

Dieses Stoßen um den Blutstein, auch Blutkreuz genannt, besiegelte symbolisch das abgeschlossene Gerichtsverfahren. Zugleich hoffte die hochrichterliche Justiz des jeweiligen Landesherrn auf letzte Geständnisse: weitere Vergehen, Namen von Mitwissern oder andere Übeltäter. Der Tod war nahe – und damit auch die Wahrheit.

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Stammvater von WhatsApp – Düsseldorfs alte Ansichtskarten.

Neulich fiel einer Freundin und mir ein Album ihres Großvaters in die Hände. Kein Fotoalbum, wie zuerst gedacht, sondern ein kartonierter Aktendeckel, in dem sich sorgfältig eingeheftete Ansichtskarten befanden. Dieser Großvater Walter Löffler (Jahrgang 1900) hatte es sich nicht nehmen lassen, jede erdenkliche Postkarte zu sammeln. Nicht nur, die er erhalten hat. Sondern auch diejenigen, die er an seine Liebste schickte. Und wenn  es auch nur von einem Stadtteil zum anderen war. (Gab ja auch noch kaum Telefon)

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Seifenlauge statt Rindfleischbrühe: Leben im einst vornehmsten Haus Düsseldorfs.

Draußen war es noch dämmrig und kühl. Leise schmatzte das Wasser an der Kaimauer vor dem Rhein. Über der Nebeldecke, die über dem Fluss hing, zeichnete sich der dunkle Qualm der Schlepper ab, die zu beiden Seiten langsam stromauf und stromab tuckerten.

Eigentlich gab es immer etwas Interessantes zu sehen, wenn die vierjährigen Zwillinge Luise und Mia sonntags zu ihren Großeltern gingen. Oma und Opa Thielen wohnten in der ältesten Straße von Düsseldorf. Dort, in der sogenannten Alten Stadt, Ecke Krämerstraße, direkt an die Lambertuskirche und das Haus „Zur Stadt Rom“ anschließend, stand das sogenannte Douven’sche Haus.

Der rund siebzig Meter hohe Turm der Lambertuskirche – das älteste Bauwerk der Stadt – war an diesem Morgen nur schemenhaft zu erkennen. Der Nebel verschluckte ihn ebenso wie das gegenüberliegende Kloster der Karmeliterinnen. Die Mädchen waren froh darüber, nicht auch die Kreuzigungsgruppe an der Westseite der Kirche sehen zu müssen, die sie sonst jedes Mal in Angst und Schrecken versetzte.

Das Douven’sche Haus – eine Perle des Frühklassizismus

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Über Weimar in der NS-Zeit: Wie aus der Düsseldorfer Kripo Rassehygieniker wurden.

Der Werdegang der Düsseldorfer Kriminalpolizei vom „normalen“ Verbrechenbekämpfer bis hin zum ideologisch indoktrinierten NS-Verbrecher beschäftigt sich neuerdings die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

Die Sonderausstellung beginnt mit der Verbrechensbekämpfung im ausgehenden 19. Jahrhundert. Mit der  Errichtung einer zivilen Dienststelle „Criminal Bureau“ sollte die überforderte Schutzpolizei (Schupos) unterstützt werden. Anfangs mit gemischtem Erfolg. Denn gutes Personal war Mangelware und auch von modernen Ermittlungstechniken fehlte (noch) jede Spur.

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Warum die Gasmaske die Gillettes Rasierhobel revolutionierte?

Das Rasiermesser ist heute einerseits zwar Kult, aber …  Andererseits löst es mitunter eine suggestive Wirkung beim Betrachten desselben aus. Viele denken – wenn nicht gar an durchgeschnittener Kehle – doch zumindest an eine blutige Angelegenheit via unsichere Handhabung. Der anschließend demütige Gang zum Barber ist bei den meisten gedanklich längst eingeplant. Doch zum Glück gab und gibt es ja den Rasierhobel.

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