Wenn aus Bloggeschichten Filme werden

Manchmal entwickelt eine Geschichte ein Eigenleben.

Vor einiger Zeit erreichte mich eine E-Mail des Düsseldorfer Architekten Georg Verhas. Gemeinsam mit dem Futura Film-Club Düsseldorf beschäftigte sich der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten Düsseldorf mit einem Filmprojekt über Düsseldorfer Bunker. So entstand der Kontakt zu Jürgen Richarz und Heinz-Werner Poelchau vom Futura Film-Club Düsseldorf e. V. Gemeinsam waren wir bereits im Bilker Bunker unterwegs.Nun führte uns eine meiner älteren Bloggeschichten an einen ganz anderen Ort: in den Lantz`scher Park nach Düsseldorf-Lohausen.

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Neu überarbeitet: Die Rettung aus dem Marienhospital

Manche Geschichten lassen einen nicht los.

Meinen Beitrag über Liesel Thielen und die dramatische Nacht im Januar 1943 habe ich noch einmal überarbeitet und um neue Aspekte ergänzt.

Liesel war damals erst 15 Jahre alt. Während eines schweren Luftangriffs auf Düsseldorf machte sie sich mit ihrer Freundin Anneliese auf den Weg zum brennenden Marienhospital. Dort lagen ihre Mutter und ihr erst wenige Tage alter Bruder Hans.

Neu hinzugekommen ist unter anderem ein Nachtrag über Kinder im Krieg als »handelnde Subjekte« – und darüber, wie sehr Liesels Erinnerungen zeigen, dass Kinder in solchen Extremsituationen nicht nur Opfer waren, sondern selbst Entscheidungen trafen und Verantwortung übernahmen.

Dazu habe ich den Beitrag mit weiteren historischen und privaten Fotografien ergänzt.

Hier geht es zur vollständig überarbeiteten Geschichte:
→ Düsseldorf, Januar 1943: Wie ein Baby aus dem zerbombten Marienhospital gerettet wurde

Ich danke Liesel Thielens Familie noch einmal herzlich dafür, dass sie mir ihre Erinnerungen und privaten Aufnahmen anvertraut hat.

Der Mann hinter den Krokodilen

Manche Texte altern nicht. Dieser entstand im Oktober 2024 und wurde jetzt erneut gelesen und überarbeitet.

Warum Helmut Ballot mehr Aufmerksamkeit verdient hätte

2012 kam Das Haus der Krokodile ins Kino und gewann den Deutschen Filmpreis.
Doch kaum jemand sprach über den Mann, der die Geschichte geschrieben hatte. Solche Geschichten gehören zur Alltagsgeschichte einer Stadt – ähnlich wie die wechselvolle Werbegeschichte rund um Sarotti oder das Arbeitsleben am Düsseldorfer Schweinehälften-Bunker.

Helmut Ballot.

Sein Jugendroman erzählt von Victor Laroche, einem Jungen in einer Berliner Jugendstilvilla, der einem lange zurückliegenden Unglücksfall nachspürt. Ein Mädchen, ein Treppengeländer, ein Tagebuch mit kleinen Lederkrokodilen – und die Frage: Unfall oder Verbrechen? Die Geschichte des Schriftstellers Helmut Ballot ist zugleich ein Stück Berliner und Düsseldorfer Alltagsgeschichte – erzählt anhand eines Jugendromans, der weit mehr über seine Zeit verrät, als man zunächst vermutet.

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Düsseldorf Januar 1943: Wie ein Baby aus dem zerbombten Marienhospital gerettet wurde!

Ein Wonneproppen namens Hans

Düsseldorf, 20. Januar 1943. Ein kleiner Wonneproppen mit dem Namen »Hans« wurde im Düsseldorfer Marienhospital in Pempelfort geboren. Nach den Erinnerungen Liesel Thielens war das Baby »dick, rosig, mit rötlichem Flaum auf dem Kopf und dem alten Opa Thielen ähnlich«.[1]

Der Vater im Krieg, die Mutter mit drei Töchtern allein in der Gneisenaustraße wohnend – so sah mittlerweile der Alltag vieler Frauen aus. Als Liesel die Mutter um 5 Uhr morgens ins nahe gelegene Krankenhaus brachte, ahnten sie nicht, dass das Bombardement keinerlei Rücksicht auf eine Wöchnerin mit ihrem Neugeborenen nehmen würde.

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