In dem Comic „Asterix bei den Briten“ labten sich Asterix` britische Cousins immer an heißem Wasser mit einem Schuss Milch. Als ihnen im Kampf gegen die römischen Besatzer ihre Kraft zu erlahmen drohte, hatte der kleine gallische Held die entscheidende Idee: er schmiss einige ihm unbekannte Kräuter einfach in den brodelnden Kessel, rührte um und behauptete, dies sei der neue Zaubertrank. Zwar misstrauten die Briten der gallischen Küche, tranken das Gebräu aber dennoch. Prompt kehrten ihre Lebensgeister und Unbesiegbarkeit zurück. Voila- die Franzosen waren es, die der englischen Gesellschaft das Feuer brachten!:-)
„Churchill, der Tee und James Bonds „No Deal“ with it.“ weiterlesenKö´s Lady of Leisure.
Zwischen Königsallee und Graf-Adolfplatz hat sich vor vielen Jahren eine leichtbekleidete Muse niedergelassen und ziert seit 1932 das kleine Blumengärtchens. Es ist eine in griechischen Chiton gehüllte bronzene junge Dame, die ungerührt Touristen, Einkaufswütige und Büroangestellte an sich vorüberziehen lässt.
Eine Dame der leichten Muse
„Kö´s Lady of Leisure.“ weiterlesenBarocke Petticoats in Düsseldorfs Hofgarten.
Was der Prater für Wien ist der Hofgarten für Düsseldorf. Die grüne Lunge unserer rheinischen Metropole lädt früher wie heute zum Verweilen ein. Vor gut 300 Jahren galt das „Spazierengehen“ als das Privileg des Adels. Der Hochherrschaftliche besaß Zeit, während seine Untertanen von A nach B stauchten, um ihre Arbeit zu erledigen. Promenieren war ein Ausdruck der Freiheit und des Genusses. Etwas, was das Bürgertum nach der französischen Revolution begierig aufsog und zu nutzten verstand.
„Barocke Petticoats in Düsseldorfs Hofgarten.“ weiterlesenDie Litfaßsäule im Düsseldorfer Stadtarchiv birgt immer Überraschungen.
Wer es kennt, weiß, wo es liegt: Das Stadtarchiv Düsseldorf liegt strategisch günstig neben dem Hauptbahnhof. Eingekeilt zwischen dem Schauspielhaus (oben drüber) und dem Ordnungsamt (Hallo Nachbar), versieht es auch in Corona Zeiten treu und redlich seinen Dienst als Hirn der immerwährenden Retrospektive.
„Die Litfaßsäule im Düsseldorfer Stadtarchiv birgt immer Überraschungen. „ weiterlesenFriedhof als Gemüseladen? Warum Berliner Ruhestätten mögen.
Ein himmlisch-irdischer Acker zwischen zwei Orten Berlins (Greifswalderstr. bzw. Prenzlauer Allee) inmitten der permanenten Rushhour von Autos, Straßenbahnen, dem steten Fluss von Tourist und Einwohner auf dem Asphalt. Dieses Stück Erde ist weder ein Park noch ein Cluster aus Boutiquen, Shops, Fresstempel oder Touristenmeile. Hier ist die Rede von einem Friedhof am Puls unserer Bundeshauptstadt: Nämlich der Kirchhof in der evangelischen St. Georgen-Parodialgemeinde am Prenzlauer Berg.
„Friedhof als Gemüseladen? Warum Berliner Ruhestätten mögen.“ weiterlesenWarum im Monheimer Kirchenarchiv St. Gereon die Kirchenbücher lagern – und was es sonst noch zu bieten hat.
Für uns Niederrheiner stellt sich mitunter die Frage, wo wir die Geburts-, Heirats- und Sterbeeinträge aus Monheim vor 1810 bekommen können. (In den linksrheinischen Gebieten wurde dank der französischen Besatzung die Personenstandsunterlagen, zu denen auch Monheim gehörte, ab 1810 geführt. In den rechtsrheinischen Gebieten erst ab 1876.)
„Warum im Monheimer Kirchenarchiv St. Gereon die Kirchenbücher lagern – und was es sonst noch zu bieten hat.“ weiterlesenArroganz ist das Gift bei der Ahnenforschung
Bei der Ahnenforschung begegnet mir immer wieder eine Untugend, die mich zunehmend umtreibt: Arroganz.
Nicht laut, nicht spektakulär – sondern leise, bequem und oft unbemerkt.
Ich ertappte mich selbst dabei, als ich meine dreifache Urgroßmutter vorschnell zum Mauerblümchen erklärte, weil sie erst mit 31 Jahren heiratete. Erst später stellte sich heraus, dass sie bereits verheiratet gewesen war. Ihr Mann war gestorben, sie blieb mit zwei kleinen Söhnen zurück. Ihr späterer Ehemann – mein dreifacher Urgroßvater – war 15 Jahre älter, dreifacher Witwer und Vater mehrerer Kinder aus früheren Ehen.
„Arroganz ist das Gift bei der Ahnenforschung“ weiterlesenWas Mick Jagger mit Porträts von Urgroßeltern zu tun hat.
Die Sache mit den Ahnen wird dann erst interessant, wenn zu den langweiligen Dokumenten das „Fleisch“ hinzugefügt wird. Beef in Form von Fotos, Haushaltsbücher, Poesiealbum, Briefe, ein Küchenrezept von der Uroma für den Christstollen oder gar Wehrpässe.
Alte Fotos haben eine Aura
Da der Mensch ein Augentier ist, sind alte Fotos mit das Schönste, was einem Forscher passieren kann. Der bloße Name wird auf einmal eine Person aus Fleisch und Blut: So also sah die Urgroßmutter im Sonntagsstaat aus, der Großvater in Wehrmachtsuniform, die Tante im schwarzen Konfirmationskleid etc. Und obwohl die Fotos oft im Atelier geschossen wurden und wie gestellt wirken, besitzen sie eine eigentümliche Eindringlichkeit. Wir schauen sie uns gerne an und können gar nicht sagen, was genau uns daran so fesselt. Was genau macht die Faszination aus?
„Was Mick Jagger mit Porträts von Urgroßeltern zu tun hat.“ weiterlesenWas von einem Teddy bleibt
Ein Schwanengesang
Diesen Text habe ich vor einigen Jahren geschrieben.
Ich bin ihm kürzlich wieder begegnet – beim Aufräumen.
Manche Dinge lassen sich wegwerfen. Andere nicht.
Dieser Text gehört zu Letzteren.
Im neuen Jahr Gerümpel auszuräumen ist eine gute Sache. Es reinigt nicht nur das Eigenheim, sondern bekanntlich auch die Seele.
Mist ist der beste Nährboden.
Doch kehrt man mit eisernem Besen, tut man manchmal des Guten zu viel. Keller und Dachböden hüten in Kisten, Schachteln und Truhen geheimnisvolle Gegenstände – Dinge, die man längst vergessen glaubte und die sich doch weigern, still zu verschwinden.
„Was von einem Teddy bleibt“ weiterlesenWieso Ahnenforschung zwischen das Toastbrot passt
Ahnenforschung als bloße Ansammlung von Zahlen, Daten und Namen? Weit gefehlt!
Zwar wird in vielen Blogs Tipps für das Rüstzeug eines jeden (Hobby-) Forschers gegeben; also auf welche Seiten (ancestry, family search etc.) wir etwas finden oder bei welchem Archiv wir uns melden können. Im besten Fall haben wir dann die Fakten, aber oftmals das Gefühl, dass etwas Entscheidendes droht unter dem Tisch zu fallen.
Bloß – was genau ist es?
„Wieso Ahnenforschung zwischen das Toastbrot passt“ weiterlesen