Wieso Ahnenforschung zwischen das Toastbrot passt

Ahnenforschung als bloße Ansammlung von Zahlen, Daten und Namen? Weit gefehlt!

Zwar wird in vielen Blogs Tipps für das Rüstzeug eines jeden (Hobby-) Forschers gegeben; also auf welche Seiten (ancestry, family search etc.) wir etwas finden oder bei welchem Archiv wir uns melden können. Im besten Fall haben wir dann die Fakten, aber oftmals das Gefühl, dass etwas Entscheidendes droht unter dem Tisch zu fallen.

Bloß –  was genau ist es?

Daten dienen als Toastscheiben

Oder um es anders zu formulieren: Die Datenblätter bilden die Toastscheiben, aber dazwischen fehlt Fleisch, Salatblatt und Tomate um ein Sandwich zu bilden. Wie beim Hausbauen bedarf es ein Fundament aus Datenblättern aus Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden. Dazwischen braucht ein kluger Forscher auch ein gutes Auge für die berühmten Zwischenzeilen. 

Was steht zwischen den Zeilen?

Zwischen kann mitunter das Gehaltvolle liege, das Fleisch, das uns unseren Ahnen ein wenig näher bringt. In vielen Heiratsurkunden wurde oftmals nicht nur die Berufsbezeichnung des Bräutigams angegeben, sondern auch den  seines Vater bzw. Schwiegervaters und den Trauzeugen.     

Zum ersten Mal werden wird dann damit konfrontiert, dass unsere Vorfahren nicht aus Hochwohlgeboren oder wenigstens Dorfschulzen, Lehrern oder Ärzten bestehen, unser Ahn sich mit dem Beruf als Ackermann, Spohr, Schäfer, Tagelöhner oder Trippenhauer (keine venerische Krankheit, sondern ein Holzschuhmacher;-)) zu dem Unterbau gehört, der die Basis der damaligen Gesellschaft darstellt. 

Kleine Lebensschule für sich selbst

Doch gerade hier liegt die Chance einen Blick über seinen Tellerrand in die Lebenswege derjenigen zu werfen, die vor uns ihre ureigenen Pfade gegangen sind.  

Es bedeutet eine kleine „Lebensschule“ für den Forscher selbst: Das Eintauchen in die vergangene Welt uns unbekannter Personen stellt uns die Frage nach deren Sinnhaftigkeit. Vieles von dem, was unsere Vorfahren geleistet haben, war ihnen vorgegeben.In den seltensten Fällen durften sie über einen Hauch von freier Zeit verfügen. Wie viel von dem was wir aus den Fakten erlesen können, war wirklich gewollt? Was hat unser Ahn (sei es Kinder, Heirat, Beruf, Kriege) einfach hingenommen?

Lebensweise unserer Vorfahren

So ist ein weiterer Aspekt ist auch, wo Vorfahren gelebt haben. Denn zu einem werden wir Menschen durch ein landschaftliches Umfeld geprägt, durch den Dialekt als auch die äußeren Umstände wie Krieg, Umweltkatastrophen, Missernten, Säuglingssterblichkeit, erzwungene Migration sie zwingen, einen anderen Weg als ihre Vorväter zu schlagen. Jeder dieser Ahnen hat nicht nur den Stempel seines gelebten Lebens an seine Nachkommen aufgedrückt, sondern gehört auch, und sei es ein Staubkorn, in die Chronik nationaler und sogar internationaler Ereignisse. Individuen, die im Getriebe der Geschichte  hängen geblieben sind.

Lust, sich mit mir auf eine Reise zu begeben? Dann nichts wie los!

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