Entnazifizierung im Archiv: Was ein leer gelassenes Feld verrät

Archive sind keine Orte der Vergangenheit — sie sind Orte der Überraschung.
Zwischen Fragebögen, Stempeln und vergilbten Formularen tauchen plötzlich Lebensgeschichten auf, die lange verborgen geblieben sind. Zum Tag der Archive habe ich einen Blick in die digitalisierten Entnazifizierungsakten des Landesarchivs NRW geworfen. Was zunächst nach trockener Verwaltung klingt, entpuppte sich schnell als persönliche Spurensuche: ein Schreiner, ein leer gelassenes Feld im Fragebogen — und eine Parteimitgliedskarte, die an ganz anderer Stelle wartete. Manchmal erzählen Archive mehr, als ihre Besitzer je preisgeben wollten.

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Was uns Foto-Rückseiten verraten

Über Provenienz, Zufall und die Geschichten hinter Bildern

Fotos sind wie Dokumente. Sie können jahrzehntelang ihren Dornröschenschlaf in alten Schachteln, vergessenen Umschlägen oder abgegriffenen Brieftaschen halten. Wenn sie nicht vorher im Altpapiercontainer landen oder verbrannt werden – auch das ist ein mögliches Schicksal –, wird es irgendwann jemanden geben, der sich ihrer annimmt: den Künstler, den Archivar, den Ahnenforscher. Oder den berühmten Kommissar Zufall, Sherlock Holmes oder die drei Fragezeichen.
Fotos warten darauf, entdeckt zu werden.

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Paul Henckels: Der Mann hinter Bömmel und die ewige Düsseldorfer Leiche

Paul Henckels, der Professor aus der Feuerzangenbowle, über Bühne, Bombennächte und schwarzen Humor

Millionen kennen ihn als Professor Bömmel aus der „Feuerzangenbowle“. Doch Paul Henckels war weit mehr als diese berühmte Filmfigur. Der gebürtige Düsseldorfer prägte über Jahrzehnte Bühne und Film – und wurde schließlich selbst Teil einer ungewöhnlichen Düsseldorfer Geschichte.

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