Über meinen Ur-Urgroßvater
In der Schlesischen Schulzeitung des Jahres 1911 fand ich mehrere Anzeigen zum Tod eines Mannes, den ich kaum kannte: meines Ur-Urgroßvaters. Seine Frau dankte für die große Anteilnahme am Ableben ihres Mannes, der nach achtjährigem Siechtum sanft entschlafen sei. Kollegen rühmten seine Treue im Beruf, seinen Eifer in Vereinsangelegenheiten und seine Biederkeit – ein Wort, das heute fremd klingt und damals eine Auszeichnung war.
Erst durch diese Nachrufe begann ich zu begreifen, was es bedeutete, im ausgehenden 19. Jahrhundert Volksschullehrer in Schlesien zu sein.
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